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Wissen, was drinsteckt

Eine neue Kooperation mit ISS ESG bringt mehr Klarheit und Transparenz bei der Bewertung ethischer Finanzprodukte.

von silke ruprechtsberger

Martin Mayer, Head of Product Management in der Bank Austria

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Die Bank Austria bietet eine Vielzahl an nachhaltigen Finanzpro- dukten an. Um zu bewerten, welche Unternehmen nach ökologi- schen und sozialen Kriterien die „Besten ihrer Branche“ sind und damit ins eigene Produktportfolio dürfen, hat das Bank Austria Premium Banking eigene, strenge Standards ausgearbeitet. Seit Anfang des Jahres greift die UniCredit Gruppe für die Bewertung auch auf die umfangreichen Daten und die Analysetools von ISS ESG zurück. ISS ESG ist der Responsible-Investment-Bereich von Institutional Shareholder Services Inc., dem weltweit führenden Anbieter von ESG-Lösungen für Investoren, Asset Manager, Hedgefonds und Anbieter von Vermögensdienstleistungen. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Corporate Go- vernance und 25 Jahren Erfahrung in der Bereitstellung von fun- diertem Nachhaltigkeits-Research ist ISS ESG der Partner der Wahl für institutionelle Investoren. ISS ESG hat im März 2018 die renommierte Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research AG aus Deutschland als eine der führenden Nachhaltigkeits-Rating- agenturen übernommen.


Unabhängiger Blick. Mit der Kooperation möchte das Finanzinstitut nicht nur vom umfangreichen Datenresearch des Partners profi- tieren, sondern auch für mehr Klarheit bei den Kunden sorgen. „Immer mehr Privatkunden mischen ihrem Portfolio nachhaltige Anlageprodukte bei“, sagt Martin Mayer, Head of Investment Pro- ducts in der Bank Austria. „Viele sind interessiert, aber dennoch zögerlich. Das liegt auch daran, dass sie unsicher sind, was Nach- haltigkeit im Investmentbereich bedeutet und wie sie bewertet wird.“ Ein externer Partner wie ISS ESG könne hier Vertrauen schaffen, denn er betrachte das Thema aus einer unabhängigen, dritten Perspektive, so Mayer: „Das ist ein ganz wichtiger Punkt in Hinblick auf die Transparenz und die Glaubwürdigkeit dieser Produkte.“


Ihren neuen Kooperationspartner für die „nachhaltige Partner- schaft“ hat die Bank Austria sorgfältig ausgesucht: „Wir haben uns in einem Due-Diligence-Prozess mehrere Anbieter ange- schaut. ISS ESG hat uns ganz klar überzeugt“, sagt Jakob Frauen- schuh, Head of Investment Management Equities in der Bank Austria.


Alle Fakten, die man braucht. Zu den Ausschluss-Kriterien für nachhaltige Investmentprodukte zählt die Bank Austria Waffen- produktion bzw. -handel, Alkoholherstellung oder auch die Förderung von Kohle. Bei anderen Branchen achte man darauf, die Besten im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien zu wählen, sagt Frauenschuh. „Es lässt sich nicht verhindern, dass Paket- dienstleister einen hohen CO2-Ausstoß haben, aber man kann schauen, wie es um ihr Engagement in Sachen Elektromobilität bestellt ist“, nennt Frauenschuh ein Beispiel.


Eine qualitätsvolle Beratung zum Nachhaltigkeitsaspekt von Investments werde künftig eine immer stärkere Rolle bei den Kunden spielen, ist Mayer sicher. „Hier ist viel in Bewegung. Auch die EU-Regulatorik schreibt vor, dass das Thema künftig in die Beratungsgespräche der Banken einfließt. Im Endeffekt entschei- det immer der Kunde — wir begleiten ihn und liefern alle Fakten für eine profunde Entscheidung.“

„Viele sind interessiert, aber dennoch zögerlich.“

MARTIN MAYER

Dieser Artikel ist erstmals in Ausgabe 1/2020 der perspektiven erschienen.

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