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Mehr als die Pflicht

Eine EU-Richtlinie schreibt Wertpapier-Beratern ein bestimmtes Ausbildungspensum vor. Die Qualifikation im Bank Austria Premium Banking geht jedoch deutlich über das verpflichtende Maß hinaus.

Von Florian Streb

© Shutterstock/Gutesa

Die gute Ausbildung schlägt sich in Auszeichnungen für die Beratungsqualität nieder.

Seit knapp zwei Jahren gibt die EU-Richtlinie MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive) eine gesetzliche Mindestqualifi- kation für Kundenberater im Wertpapiergeschäft vor. „Die ver- pflichtende Basisqualifikation haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon 2017 durchlaufen“, berichtet Sonja Koschi- na von der UniCredit Academy, wo die Fortbildungsaktivitäten der Bank Austria gebündelt sind. „Darüber hinaus müssen pro Jahr 15 Qualifikationsstunden nachgewiesen werden, wobei das Themenspektrum von Antikorruption bis Datenschutz sehr weit gespannt ist.“


Die fachliche Ausbildung im Bank- und Wertpapiergeschäft ist eine Kombination von Lernen in der Praxis sowie Seminaren und Trainings. „Die meisten haben das Bankgeschäft in der Filiale ge- lernt und sich mit einer gewissen Erfahrung und Wertpapierwis- sen zum Berater im Premium Banking entwickelt“, berichtet Christian Ulbricht vom Premium Banking Sales Management. „Wir haben auch Quereinsteiger, die nach einem Studienab- schluss direkt im Premium Banking starten — aber auch die müs- sen noch das eine oder andere lernen. Die Führungskräfte achten genau darauf, was ihre Mitarbeiter können und in welchen Berei- chen sie noch etwas dazulernen können.“ Dass die Bank Austria punkto Kompetenz in der ersten Liga spielt, sieht Ulbricht durch externe Auszeichnungen bestätigt: „Uns wird immer wieder in Tests bestätigt, dass die Qualität unserer Beratung als sehr gut eingeschätzt wird.“


Was EFA & CFP bedeuten. Rund 90 Berater der Bank Austria, die meisten davon im Premium Banking, führen die kryptischen Kür- zel CFP oder EFA. Einer davon ist Christian Hörmann, Leiter der Region Premium Banking Wien-Ost. Seit mehr als 15 Jahren zieren die sechs Buchstaben seine Visitenkarte: „CFP steht für Certified Financial Planner, EFA für European Financial Advisor. Beides sind international anerkannte Zertifikate für umfassende Ausbil- dungen in der Finanzberatung.“


Um sich European Financial Advisor oder Diplomierter Finanzbe- rater nennen zu dürfen, muss man neben einer spezialisierten Ausbildung mit Abschlussprüfung auch mehrjährige Berufserfah- rung in der Finanzberatung vorweisen und sich alle zwei Jahre re- zertifizieren lassen — auch dafür ist ein Pensum an Fortbildung vorgeschrieben. Der CFP steht noch einmal eine Stufe über dem EFA und erfordert weitere Ausbildungsmodule. „Eine Finanzpla- nung ist im Wesentlichen eine allumfassende Gesamtanalyse der finanziellen Situation des Kunden — wie eine Bilanz des Privatver- mögens“, erklärt Hörmann. „Leider hat sie medial und öffentlich noch nicht den Stellenwert, den sie eigentlich verdient.“


Neben diesen beiden Zertifikaten sind im Bank Austria Premium Banking aber noch zahlreiche weitere Qualifikationen zu finden, sagt Hörmann: „Einer unserer Teamleiter hat zum Beispiel kürz- lich an der Donau-Uni Krems ein Masterstudium in Financial Ma- nagement Competences abgeschlossen.“ Wenn Sie also auf dem Kärtchen Ihrer Beraterin oder Ihres Beraters einen Titel oder ein unbekanntes Kürzel entdecken, fragen Sie einfach, was dahinter- steckt!

Dieser Artikel ist erstmals in Ausgabe 3/2019 der perspektiven erschienen.

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