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© Lukas Bezila

Wenn beim Zugang zu Finanzdienstleistungen die Barrieren fallen, haben es alle leichter.

Bank

ohne Barrieren

Der Zugang zu Bankgeschäften soll für jeden und jede so einfach wie möglich sein. Deshalb arbeitet die Bank Austria laufend daran, es allen leichter zu machen, deren Mobilität, Sehen oder Hören dauerhaft oder auch nur vorübergehend eingeschränkt ist.

VON FLORIAN STREB

Die UniCredit Bank Austria gilt als Pionier im Bereich Barrierefrei- heit und Inklusion und als mit weitem Abstand führender Anbie- ter barrierefreier Finanzdienstleistungen. „Wir tun das nicht nur aus sozialer Verantwortung heraus, sondern weil es eine wirt- schaftliche Notwendigkeit ist“, erklärt Christian Schinko, Head of Disability Management der UniCredit Bank Austria. „Immerhin leben 15 bis 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung in der einen oder anderen Form mit einer Behinderung. Das sind in etwa 1,7 Millionen Menschen. Und aufgrund des demografischen Wandels wird die Zahl der Menschen mit Behinderung in den kommenden Jahren weiter steigen — ab 60 Jahren nimmt ihr An- teil sprunghaft zu.“


Es allen leichter machen. Man muss nicht blind sein oder im Roll- stuhl sitzen, um von Barrierefreiheit zu profitieren — oft sind es vermeintlich kleine Einschränkungen, die einem den Alltag manchmal ziemlich erschweren. Schon hier setzt die Bank Austria an: Zum Beispiel mit Haltevorrichtungen für Gehhilfen im Kun- denbereich der Filialen, mit einem Shuttle-Service für Menschen mit Bewegungseinschränkung zu Beratungsgesprächen in Wien oder mit Induktionsschleifen für Hörgeräte in der Beratung, durch die man störende Nebengeräusche ausblenden kann.


Alle Filialen der UniCredit Bank Austria sind in einem Ausmaß barrierefrei, das weit über gesetzliche Vorschriften hinausgeht — von SB-Bereichen mit ausreichend Platz über Geräte mit Sprach- eingabe und Anzeigen mit erhöhtem Kontrast bis zu barrierefrei- en Safes. Auch die Online-Barrierefreiheit wird stetig ausgebaut. Für die Beratung in Gebärdensprache via Videotelefonie wurde die Bank Austria sogar mit dem Zero Project Award ausgezeichnet.


Erstes Finanzierungsprodukt. Seit einigen Monaten ist das erste Finanzierungsprodukt speziell für Menschen mit Behinderung auf dem Markt: Im Rahmen des „Social Impact Bankings“ bietet die Bank Austria für Blinde und Sehschwache Finanzierungen mit deutlich vergünstigtem Zinssatz an — zum Beispiel für die Anschaffung eines Blindenführhundes. „Weitere Produkte für andere Gruppen werden folgen“, kündigt Christian Schinko an.


Dieser Artikel ist erstmals in Ausgabe 2/2020 der perspektiven erschienen.

AUS DER PRAXIS

© Illustration: Egger & Lerch

Alois Anrainer entdeckt plötzlich überall Stufen – und lernt es zu schätzen, wenn sie fehlen..


Vor zwei Jahren bin ich mit meinem Freund Karl noch auf den Schwarzkogel gekraxelt. Aber heute spielt da seine Hüfte leider nicht mehr mit. Vor ein paar Wochen hab ich ihm beim Wirten schon helfen müssen, dass er die paar Stufen zu unserem Stammtisch hinaufkommt. Seither seh ich überall Stufen. Wie hoch die Gehsteigkante vor der Post ist, ist mir zum Beispiel vorher nie aufgefallen. Wenn man gut beinand ist, ist das ja kein Hindernis. Aber jetzt erkenne ich, was es wert ist, wenn Unternehmen darauf schauen, dass man es nicht zu schwer hat, wenn man nicht mehr gut zu Fuß oder sonst irgendwie beeinträchtigt ist.

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