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Sind Ihre Risiken es wert?

Bei der neuen Risiko-Ertrags-Analyse wird überprüft, welche Risiken Ihr Portfolio birgt und ob diese in einem gesunden Verhältnis zum erwarteten Ertrag stehen.

VON FLORIAN STREB

Nur mit steigender Risikobereitschaft steigt auch die Ertragschan- ce. Aber welche Risiken sind es wert, eingegangen zu werden, und welche meidet man lieber? Diese Frage individuell zu beant- worten ist das Ziel der Risiko-Ertrags-Analyse, die ab sofort im Bank Austria Private Banking angeboten wird.


„Grundsätzlich bietet eine möglichst breite Streuung den besten Schutz vor Kursverlusten“, erklärt Johannes Koller, Head of In- vestment Advisory & Products Development. „Hierbei spielen vor allem die Anlageklassen, die regionale Streuung und auch die Aufteilung auf verschiedene Währungen eine Rolle.“ Aber für ein optimales Risikomanagement reicht es nicht aus, potenzielle Ent- wicklungen Daumen mal Pi oder nach Bauchgefühl zu beurteilen — deshalb gibt es nun eine persönliche Analyse mit individuellem Risikobericht.


Darf’s ein bisschen mehr sein? Wie das Risiko-Ertrags-Verhältnis Ih- res Portfolios aussieht, kann anhand von finanztechnischen Kennzahlen und Analysemethoden betrachtet werden. Könnten Sie möglicherweise mit Ihrem Vermögen mehr Ertrag erwirt- schaften — bei gleichem Risiko? Oder bei geringerem Risiko den gleichen Ertrag erzielen? Oder mit geringfügig mehr Risiko deut- lich mehr Ertrag erwarten dürfen?


Für den Risikobericht wird der erwartete Ertrag Ihres Depots ins Verhältnis zum Risiko gesetzt und Ihr Ertrags-Risikoprofil mit ei- nem passenden Modellportfolio abgeglichen. Darüber hinaus zeigt eine Value-at-Risk-Analyse das konkrete Gewinn- und Ver- lustpotenzial Ihres Depots auf. Der Value at Risk ist dabei der po- tenzielle Verlust, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent nicht überschritten wird.


„Stresstest“ für Ihr Portfolio. Außerdem wird errechnet, wie sich Ihr Portfolio in Krisensituationen verhält. Ein Szenarientool spielt durch, wie sich das Depot in zwölf historischen Krisen entwickelt hätte — zum Beispiel während der Lehman-Pleite oder der Staats- schuldenkrise. Und auch potenzielle zukünftige Szenarien wer- den simuliert, zum Beispiel ein massiver weltweiter Zinsanstieg oder eine harte Landung der chinesischen Wirtschaft mit all ih- ren globalen Auswirkungen.


„Ich halte es für sinnvoll, das Portfolio zumindest jährlich mit der neuen Software zu analysieren“, meint Johannes Koller, „und dar- über hinaus bei jeder größeren Umschichtung.“ Dabei lasse sich die Risiko-Ertrags-Analyse auch als Entscheidungshilfe nutzen: Welches Risiko wird für Variante A prognostiziert, welches für Va- riante B? Eine Auswertung lässt sich auf Knopfdruck erstellen.

PRAKTISCH

Justine Jung weiß genau, mit welchen Anteilen ihres Vermögens sie wie viel riskieren will. Eine Risiko-Ertrags-Analyse half ihr, ihr Portfolio dementsprechend zu optimieren.

Bis vor kurzem habe ich noch ge- sagt: Ich bin 36, ich habe ein gesi- chertes Einkommen, da muss ich mich um Risiken bei der Geldanlage wenig sorgen. Aber jetzt differenzie- re ich etwas: Ich habe vor kurzem ein Haus gekauft und es bot sich an, es per Kredit zu finanzieren. Die Ra- ten kann ich zwar problemlos aus meinem Verdienst als Anwältin be- dienen, aber trotzdem fühle ich mich wohler, wenn ich einen ent- sprechenden Anteil meines Vermö-

gens nicht zu spekulativ veranlagt habe. Für alles, was darüber hinaus- geht, nehme ich weiterhin gerne mehr Risiko in Kauf, wenn es mehr Rendite verspricht. Deshalb habe ich eine Risiko-Ertrags-Analyse durchführen lassen. Die Analyse hat mir unter anderem gezeigt, wie ich mit nur kleinen Umschichtungen im Depot bei gleicher Krisenfestigkeit auf eine noch bessere Performance hoffen darf.

Dieser Artikel ist erst- mals in Ausgabe 1/2017 der perspektiv- en erschienen.