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Die elf Fondspartner des Bank Austria Private Banking haben viel gemeinsam – und sind doch so vielfältig. Denn jede der elf Investmentgesellschaften bringt ganz besondere Stärken mit..

VON FLORIAN STREB

Die Qualität zählt, nicht die Quantität — und daher bieten die Berater des Bank Austria Private Banking Produkte von elf ausgewählten Fondsgesellschaften aktiv an, welche einer strengen, kontinuierlichen Qualitätskontrolle unterliegen.


Die elf Partner verbindet, dass sie allesamt große, renommierte Häuser sind. Ihr verwaltetes Vermögen reicht von 300 Milliarden bis zu mehreren Billionen Euro. Kleine „Boutiquen“ finden sich nicht darunter. Ihnen fehlt neben der Breite der Angebotspalette oft auch der strukturierte Prozess beim Investieren. „Investmententscheidungen müssen nachvollziehbar und wiederholbar sein und nicht nach dem persönlichen Gefühl eines Einzelnen getroffen werden“, meint dazu Gerald Fuchs aus dem Fondsresearch-Team der Bank Austria. „Für uns ist wesentlich, dass der Investmentprozess klar strukturiert ist und dass es Kontrollorgane gibt. Ein starkes Risikomanagement ist unverzichtbar.“ Starmanager mit gutem Gespür allein sind zu wenig, um in den kleinen Kreis aufgenommen zu werden.


Sehr wohl arbeiten von den Partnern aber einige mit einer Boutique-Struktur, also mehreren voneinander weitgehend unabhängigen Teams, die unterschiedliche Investmentansätze verfolgen, aber aufgrund ihrer Größe alle oben genannten Kriterien erfüllen. Andere Fondspartner dagegen verfolgen mit ihrer gesamten Palette eine einheitliche Strategie — und setzen zum Beispiel durchgehend auf stark research-getriebene Fonds. „Mit unseren Partnern können wir alle relevanten Assetkategorien gut abdecken“, sagt Fuchs’ Kollegin Silvia Wanzenböck. „Und jeder einzelne der elf bringt ganz besondere Qualitäten mit.“ Diese Besonderheiten beschreiben Fuchs und Wanzenböck aus ihrer Sicht (es handelt sich also nicht um Eigenzuschreibungen der Partner) wie folgt:

„Jeder einzelne der elf Partner bringt ganz besondere Qualitäten mit.“

SYLVIA WANZENBÖCK

Gerald Fuchs und Silvia Wanzenböck sind Teil des internationalen Fondsre- search-Teams.

Dieser Artikel ist erstmals in Ausgabe 1/2018 der perspektiven erschienen.

Allianz Global Investors

Die Fondsmanager von AllianzGI können ihre Entscheidungen auf die Erkenntnisse der einzigartigen Research Division „Grassroots“ stützen. „Allianz Global Investors geht damit über die Fundamentalebene hinaus und befragt Kunden, Zulieferer und Meinungsführer, um die Renditeaussichten besser einschätzen zu können“, erklärt Silvia Wanzenböck. Das Portfolio deckt dabei alle Anlageklassen ab – besonders stark präsentierte sich AllianzGI in den letzten Jahren bei Europa-Aktien und hierbei wiederum speziell bei Wachstumstiteln sowie bei gemischten Fonds.

Amundi Asset Management

Auch Europas größte Fondsgesellschaft mit einem verwalteten Vermögen von 1,4 Billionen Euro bietet eine breite Palette an Fonds aus dem gesamten Anlageuniversum. „Derzeit finden wir einige Themenfonds besonders interessant“, berichtet Gerald Fuchs. Diese werden von Tochterunternehmen innerhalb der Amundi Gruppe gemanagt – CPR Asset Management (auf Seite 6 lesen Sie ein Interview mit einem Fondsmanager von CPR AM) und First Eagle Amundi.

BlackRock

Das Unternehmen ist nicht nur das weltweit größte Investmenthaus, sondern auch ein führender Anbieter von innovativen Lösungen rund ums Anlegen. „Durch die analytische Gründlichkeit und den Fokus auf Risikomanagement ist Blackrock ausgezeichnet im risikokontrollierten Investieren“, klärt Wanzenböck auf. „Das selbst entwickelte Risikomanagement-Tool verkauft Blackrock sogar anderen großen Gesellschaften.“

Deutsche Asset Management

Der Vermögensverwalter der Deutschen Bank ist einer der größten im Bankbesitz. „Die Deutsche Asset Management bringt natürlich besonders viel Wissen über ihren Heimatmarkt mit“, sagt Wanzenböck. Aber nicht nur das: Auch für seine Dividendenfonds ist das Haus bekannt. „In diesem Bereich erzielen die Fonds der Deutsche Asset Management bei uns ein besonders großes Volumen.“

Fidelity International

Eine der wenigen unabhängigen Fondsgesellschaften im Privatbesitz. Das starke Analystenteam durchleuchtet rund 90 Prozent aller börsenotierten Unternehmen weltweit. Darauf basierend betreibt Fidelity „Bottom-up-Stock- Picking“, wählt also gezielt und aktiv Einzeltitel aus. Daraus ergeben sich oft starke Abweichungen von der Benchmark. Auf der Empfehlungsliste des Bank Austria Private Banking finden sich von Fidelity derzeit unter anderem mehrere Emerging-Markets-Aktien-Fonds.

Goldman Sachs Asset Management

Der amerikanische Assetmanager verfolgt mit seinen Investmentteams unterschiedliche Stile und Ansätze in allen wichtigen Anlageklassen. „Vorreiter ist Goldman Sachs bei Big Data“, sagt Fuchs. „Sie haben schon vor 15 Jahren damit begonnen, große Datenmengen systematisch mit Algorithmen auszuwerten, um Trends zu erkennen.“ So werden etwa automatisch positive und negative Wörter in Analysten-Reports gescannt, aus Daten von Kreditkarten-Käufen werden Schlüsse über Entwicklungen im Konsumverhalten gezogen.

J.P. Morgan Asset Management

Die traditionsreiche Investmentgesellschaft (über 130 Jahre Erfahrung) ist mit einem konservativen und risikokontrollierten Investmentansatz erfolgreich. „Hervorzuheben ist dabei die Kompetenz auf Rentenmärkten und im US- Aktienmarkt“, berichtet Fuchs. „Vor allem für defensive Veranlagungen und im Income-Bereich greifen unsere Kunden oft zu Fonds von J.P. Morgan.“

Invesco

Seit zwei Jahren ist Invesco in der Riege der elf Fondspartner. „Was Invesco für uns so interessant macht, ist, dass sie in vielen Anlageklassen einen anderen Zugang wählen als andere, zum Beispiel volatilitätsgetriebene Investmentansätze“, erklärt Silvia Wanzenböck. „Das liegt daran, dass jedes der 13 Investmentteams die Freiheit hat, seinen eigenen Anlagestil zu verfolgen – es gibt keine Hausmeinung, an die sich alle halten müssen.“

Pictet Asset Management

Die Geschichte des Hauses ist lang (gegründet 1805 in Genf), doch seine Produktpalette ausgesprochen modern: Im Bereich der Branchen- und Themenfonds zählt Pictet zu den innovativsten Anbietern. „Das reicht von breiten Fonds, die alle globalen Megatrends abbilden, bis zu thematischen Nischen wie Robotik“, führt Wanzenböck aus. Bei Geldmarktfonds kann Pictet ebenfalls punkten – „auch diese Anlageklasse wird irgendwann wieder stärker gefragt sein.“

PIMCO

Berühmt ist PIMCO für seine Expertise in Anleihemärkten, die das kalifornische Unternehmen zum größten Renten-Manager der Welt gemacht hat. „PIMCO verfolgt eine stark makroökonomisch getriebene Marktmeinung und ist gut vernetzt mit Notenbanken“, weiß Gerald Fuchs. „Die aktiv gemanagten Rentenfonds sind oft schwer vergleichbar mit anderen aufgrund des flexiblen Ansatzes und der Möglichkeit, unterschiedliche Strategien einzusetzen.“ Genutzt werden PIMCO-Fonds im Bank Austria Private Banking vor allem bei Einkommens-Strategien und in verschiedensten Anleihen-Bereichen.

Schroders

Das Londoner Unternehmen blickt auf

über 200 Jahre Geschichte zurück – dementsprechend tiefgehend ist seine Kenntnis über den britischen Markt. „Mit seinen themenorientierten Anleihen- und innovativen Anlagestrategien bietet Schroders breit diversifizierte Produkte“, sagt Wanzenböck. „Derzeit finden sich in unserer Empfehlungsliste zum Beispiel Fonds von Schroders für Staats- und Unternehmensanleihen aus dem Euro-Raum, aber auch für asiatische Aktien.“


PRAKTISCH

Mit Fonds ist es wie mit Pferden, zieht Gunther Gutenhausen eine Parallele: Bevor man sie kauft, sollte man sich ihr Umfeld ansehen.

Es war ein wunderschöner Dressurhengst, den mein Freund Theodor erstanden hatte, schwarz wie die Nacht und mit durchdringendem Blick. Er stamme aus demselben Gestüt wie der Shootingstar der Dressurszene, erzählte Theodor stolz. Theodors Begeisterung für den Reitsport war damals allerdings noch recht jung, und er ließ sich mehr von Enthusiasmus denn von Fachkenntnis leiten. Und so stellte sich heraus, dass der stolze Hengst, für den er einen ansehnlichen Preis gezahlt hatte, für die Dressur recht wenig Talent mitbrachte. Auch um das Gestüt wurde es rasch wieder ruhig – dessen einstiger Leiter, unter dem es kurz aufgeblüht war, hatte es schon zwei Jahre vor dem Kauf verlassen.


Ich könnte Ihnen jetzt noch eine ganz ähnliche Geschichte von einem Weingut erzählen, dessen

Stern nach dem Abgang des Kellermeisters rapide sank. Es hatte sich zu sehr auf dessen Expertise verlassen und verabsäumt, das Wissen zu transferieren und den erfolgreichen Ansatz zu institutionalisieren.


Worauf ich hinauswill, ist: Ich schätze es sehr, dass sich das Bank Austria Private Banking bei der Auswahl von Fonds auf große Häuser beschränkt, deren Teams nach klaren Regeln investieren. Wo immer man sich auf das Können oder gar das Bauchgefühl eines Einzelnen verlässt, kann der Erfolg so schnell vergehen, wie er gekommen ist. Theodor hat zwar kein gutes Geschäft gemacht, aber immerhin steht ein prächtiges Pferd auf seiner Koppel, das er jeden Tag bewundern kann. Wenn Sie dagegen bei Wertpapieren einen Fehlkauf tätigen, ist der Anblick wohl eher trist …