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„Wertpapier-Menschen sind offene Menschen“

Gabriele Groll bringt ihre jahrzehntelange Erfahrung im Veranlagungsgeschäft heute im Hintergrund ein. Privat engagiert sie sich für Kinder in Sri Lanka.

VON URSULA RISCHANEK

MEINE DEVISE

Beraten ist eine der Leidenschaften von Gabriele Groll: Heute allerdings sind es nicht mehr die Kunden, sondern die Berater selbst, denen sie mit Rat und Tat zur Seite steht. Denn seit sechs Jahren ist die gebürtige Deutsche Projektmanagerin im Private Banking — Segment Management and Commercial Initiatives. Damit ist sie unter anderem für die Weiterentwicklung eines internen, webbasierten Kundenberatungs-Tools sowie die Durchführung von Schulungen und die Vertriebsunterstützung verantwortlich.


Grolls Bankkarriere begann 1989 bei der Creditanstalt in Wien — und zwar im Special Assets Management. „Ich bin ein Urgestein“, sagt sie schmunzelnd. Fünf Jahre später erfolgte der Wechsel in die Abteilung Veranlagungen, bald absolvierte Groll auch die bankinterne Wertpapier-Spezialistenausbildung. Bis heute blieb sie dem Thema treu. „Wertpapiere machen mir Spaß“, meint sie. Zum einen, weil sie damit etwas bewegen könne, zum anderen weil auch ein bisschen Risiko dabei sei. „Wertpapier-Menschen sind offene Menschen“, ist sie überzeugt.


Einsatz für bessere Bildung. Dass die These mit der Offenheit defini- tiv auf sie zutrifft, zeigt sich daran, dass Groll seit vergangenem August als Einsatzleiterin des Arbeitskreises Weltkirche Wiener Neustadt für ein Vorschulprojekt in Sri Lanka zuständig ist. „Es handelt sich um sechs Vorschulen für die Kinder von Teeplanta- genarbeitern im Süden des Landes, für die wir das Gehalt der Lehrerinnen und notwendige Renovierungsarbeiten bezahlen“, erzählt sie. Erst vor einigen Wochen war sie persönlich zu Be- such. „Die Aufgabe ist eine Bereicherung im Leben und ein Bei- trag zu ein bisschen mehr Gerechtigkeit und Glück“, ist Groll überzeugt.


Entspannung findet die Mutter eines erwachsenen Sohnes dar- über hinaus beim Singen. Sowohl der „Cantus Novus“ als auch der „Chor im Hemd“ können auf ihre Stimmgewalt zählen. Seit Kurzem hat Groll ein weiteres musisches Hobby: Sie bringt sich das Klavierspielen autodidaktisch bei — für das Herbstsemester war in der Musikschule kein Platz mehr frei. „Aber Klavierunter- richt steht definitiv auf dem Programm.“ Und damit nicht nur Finger und Stimmbänder in Form bleiben, geht Gabriele Groll ab und zu ins Fitness-Studio.

Gabriele Groll ist seit 27 Jahren im Unternehmen. Mit dem Arbeitskreis Weltkirche Wr. Neustadt unterstützt Groll Bildungs- projekte in Sri Lanka.

Privat-Box

Reichtum bedeutet für mich:

hier in Europa geboren zu sein und leben zu dürfen

Der wichtigste Wert für mich ist:

Freiheit

Wenn ich mit einer berühmten Persönlichkeit tauschen könnte, wäre ich:

Angela Merkel

Drei Eigenschaften, die mich charakterisieren:

Ich bin zuverlässig, fröhlich, musikalischIch

Ich lese derzeit das Buch:

„Der ökologische Jesus“ von Franz Alt

Im Rahmen ihres Engagements war sie auch schon vor Ort zu Besuch.

Dieser Artikel ist erstmals in Ausgabe 1/2017 der perspektiven erschienen.